Mit einem Dachzelt auf dem Dach bist du ein anderes Fahrzeug als ohne. Bei Fähren und Tunneln bedeutet das: Gesamthöhe kennen, vorab informieren und niemals raten.
Fähren: Sehr unterschiedliche Deckshöhen
Fähren haben je nach Schiff und Reederei stark unterschiedliche Höhenlimits für die einzelnen Fahrzeugdecks. Typische Werte:
- Untere Decks (Autodeck): Häufig 1,90–2,10 m – nicht passierbar mit den meisten Dachzelt-Setups
- Obere Decks oder Außendecks: Meist keine Höhenbeschränkung oder großzügigere Werte
- Hochdach-Fahrzeugdecks: Einige Fähren haben dedizierte Hochdach-Spuren für Fahrzeuge ab 2,00 m – hier können Dachzelt-Fahrzeuge problemlos einfahren
Die wichtigste Maßnahme: Beim Ticket-Kauf die Gesamthöhe des Fahrzeugs angeben. Reedereien wie DFDS, Stena Line, Color Line oder Fjord Line verlangen die Fahrzeughöhe bei der Buchung und weisen automatisch ein passendes Deck zu. Wer bei der Buchung die Normalhöhe angibt und dann mit 230 cm auftaucht, riskiert einen teuren Ärger vor Ort.
Eurotunnel (Le Shuttle): Nicht geeignet für die meisten Setups
Der Eurotunnel-Shuttle zwischen Folkestone und Calais hat eine Standardhöhe von 1,87 m für Pkw-Waggons. Das schließt die allermeisten Fahrzeuge mit montiertem Dachzelt aus.
Es gibt separate Hochdach-Waggons für Fahrzeuge bis ca. 2,30 m – die müssen beim Ticket explizit gebucht werden (Kategorie “High Vehicles” oder ähnlich). Diese Waggons sind weniger verfügbar, kosten mehr und müssen im Voraus reserviert werden.
Für viele Dachzelt-Fahrer auf dem Weg nach England ist die Fähre (Dover–Calais, Harwich–Hook of Holland etc.) die unkompliziertere Wahl.
Vorgehen vor der Buchung
- Gesamthöhe des eigenen Setups ausmessen (Fahrzeug + Träger + geschlossenes Zelt)
- Beim Buchungsprozess in der Höhenkategorie angeben oder direkt bei der Reederei nachfragen
- Bei Unsicherheit telefonisch klären – die Auskunft ist kostenlos, der Stress an Bord nicht
Zur Gesamthöhe-Berechnung: FAQ: Parkhöhe mit Dachzelt.