Wer steckt hinter 23Zero?

23Zero ist ein australischer Hersteller, der seine Zelte für den Einsatz im australischen Outback entwickelt – einer der härtesten Testumgebungen für Campingausrüstung weltweit. Extreme Hitze, UV-Strahlung, Sand und weite Touren abseits der Infrastruktur sind dort der Alltag. Das hat die Produkte geprägt: robust, funktional und ohne Schnörkel.

In Europa ist 23Zero noch vergleichsweise wenig bekannt, gewinnt aber in der Overlanding-Community zunehmend an Bekanntheit – vor allem weil das Preis-Leistungs-Verhältnis im mittleren Segment besser ist als bei vielen etablierten Marken.

Die wichtigsten Modelllinien

Walkabout-Serie (Weichschale)

Die Walkabout-Modelle sind klassische Weichschalen-Dachzelte mit 280G-Baumwollstoff (Polycotton). Das ist ein Materialmix aus Polyester und Baumwolle, der die Vorteile beider Stoffe kombiniert: bessere Atmungsaktivität als reines Polyester, weniger Gewicht und geringere Schimmelanfälligkeit als reiner Baumwollstoff.

Polycotton kondensiert weniger sichtbar als reines Polyester – ein echter Vorteil in kühlen, feuchten Nächten. Der Nachteil: Polycotton ist schwerer als synthetische Stoffe und trocknet langsamer. Wer bei nassem Wetter abbaut und weiterfährt, hat die Feuchtigkeit länger im Zelt als mit einem Polyester-Innenzelt.

Schlafflächen je nach Modell: 120 × 200 cm bis 140 × 240 cm. Gewicht ca. 35–55 kg.

Breezeway-Serie (Weichschale mit seitlicher Öffnung)

Eine Besonderheit im 23Zero-Sortiment: Die Breezeway-Modelle öffnen seitlich statt nach hinten – das verändert die Ausrichtung beim Einrichten und kann je nach Fahrzeug und Stellplatz ein Vorteil oder Nachteil sein. Die seitliche Öffnung ermöglicht einen anderen Blick aus dem Zelt und alternative Vorzelt-Konfigurationen.

Walkabout Hard Shell

23Zeros Hartschalenmodell mit ABS-Schale. Solide Verarbeitung für den Preis, schneller Aufbau, Innenmaße vergleichbar mit anderen Hard Shells im mittleren Preissegment. Im direkten Vergleich mit iKamper oder Thule ist die Materialqualität der Schale einen Tick einfacher – was sich über Jahre im Aussehen und der UV-Beständigkeit zeigen kann. Für regelmäßige Nutzung in gemäßigtem Klima kein Problem; für Expeditionseinsatz in extremer UV-Belastung investiert man lieber in Fiberglas.

Verarbeitung und Qualitätsniveau

23Zero liegt qualitätsmäßig deutlich über Billig-Importzelten aus dem Großhandel, aber unterhalb von Autohome, Maggiolina oder den Top-iKamper-Modellen. Für die meisten Nutzer, die drei bis zwölf Mal im Jahr zelten und kein Extremklima trotzen müssen, ist das mehr als ausreichend.

Was auffällt: Die Reißverschlüsse und Befestigungselemente sind solide, die Nähte ordentlich abgedichtet. Die Werksmatratze liegt bei ca. 50–55 mm Dicke – brauchbar, aber ein Upgrade nach einigen Touren ist sinnvoll. Mehr: Matratzen-Upgrade für Dachzelte.

Preise und Verfügbarkeit

23Zero-Weichschalen beginnen je nach Modell bei ca. 900–1.400 Euro. Das Hard Shell liegt bei ca. 1.600–2.200 Euro. Damit positioniert sich die Marke klar im mittleren Segment – günstiger als Thule und iKamper, teurer als No-Name-Importe.

Die Verfügbarkeit in Deutschland ist über spezialisierte Overlanding-Händler gegeben, aber weniger flächendeckend als bei Thule oder iKamper. Lieferzeiten können länger sein als bei lokal lagernden Marken.

Für wen lohnt sich 23Zero?

Für alle, die mehr als ein Einsteiger-Zelt wollen, aber nicht das Budget oder die Nutzungshäufigkeit haben, die eine Premium-Investition rechtfertigt. Die Polycotton-Verarbeitung der Walkabout-Modelle ist ein echter Differenziator gegenüber reinen Polyester-Zelten im gleichen Preissegment.

Für Markenvergleiche: Thule · iKamper · Die besten Dachzelte 2025